77 Tage Australien

Wochenrückblick 04

Zweisamkeit

Nach drei Hammerwochen brauchte die Seele etwas Ruhe um all diese Eindrücke zu verarbeiten. Die Ruhe begann schon beim Verlassen von Lady Elliot. Wir waren doch nur drei Personen im Flieger und hatten somit ausreichend Platz. Aus der Luft sahen wir dann auch noch einen Manta und es wirkte als ob er uns mit seinen Flossen zum Abschied winken wollte.

Angekommen im sehr kleinen Flughafen von Hervey Bay genossen wir erst einmal das Internet :

– zum Veröffentlichen des Wochenrückblicks
– und empfangen von Whatsapp aus der Heimat.

Es folgte ein langes Gespräch mit dem Inhaberpärchen vom Kiosk, die eigentlich geschlossen hatten, aber uns mit einer selbstverständlich gerne einen Kaffee gemacht haben. Wir unterhielten uns dann noch lange und sie gaben uns dann auch noch zwei Tipps, die wir dann auch in unsere Route eingebaut haben.

Tin Can Bay war unser nächstes Ziel. Ein Dorf im Nowhere an der Ostküste und wenn nicht JEDEN Morgen wildlebende Delphine zum Hafen kommen würden, würde niemand diesen kleinen beschaulichen Ort, umgeben von Wäldern, kennen. Er hat alles was wir jetzt brauchten, einen Supermarkt mit guter Auswahl von Ben & Jerry’s Eis, leckeren Produkten für Frühstück und Abendessen und ein wenig Internet um die Glückwünsche zur Petersilienhochzeit entgegenzunehmen 🙂

Es war schön so unabgelenkt diesen schönen Moment nur zu zweit zu “feiern”. Ohne Alkohol, den kann man hier nicht einfach im Supermarkt kaufen. Aber das “Alkoholproblem”sollten wir später noch lösen…

Wir machten einen Ausflug zu einer riesigen Sanddüne und erkundeten die Umgegend oder schliefen aus und machten einfach einmal nichts:

Indische Geschichte:

Bis die Seele nachkommt

Ein europäischer Biologe hatte für eine Himalaja- Expedition eine Gruppe indischer Träger angeheuert. Der Forscher war in großer Eile, denn er wollte schnell an sein Ziel kommen. Nachdem die Gruppe den ersten großen Pass überschritten hatte, erlaubte er ihnen eine kurze Rast. Nach einigen Minuten rief er aber wieder zum Aufbruch. Die indischen Träger blieben aber einfach auf dem Boden sitzen, als hätten sie ihn gar nicht gehört. Sie schwiegen und ihr Blick war zu Boden gerichtet. Als der Forscher die Inder schärfer aufforderte, weiterzugehen, schauten ihn einige von ihnen verwundert an. Schließlich sagte einer: “Wir können nicht weitergehen. Wir müssen warten, bis unsere Seelen nachgekommen sind.”

 

Noosa

Auf den Weg nach Noosa unserem Lieblingsfleck in Australien ging es zu einem kleine Weingut im Landesinneren (der Tipp vom Kiosk-Ehepaar aus Hervey Bay). Wir probierten drei Weine und vier Liköre und konnten uns nicht entscheiden, also kaufen wir alle und trugen einen dicken Karton mit insgesamt 13 Flaschen zum Auto und lösten damit unser “Alkoholproblem” für die nächsten Tage…

Leider können wir diesen mega leckeren Wein nicht in Deutschland bekommen und sie liefern auch nicht zu uns 🙁 Umso mehr werden wir ihn genießen!

Wir kamen etwas zu spät zum Check in von unserem Appartment, weil wir vorher noch zu einem Lookout fahren mussten. Dort haben wir den Aufstieg etwas unterschätzt, aber der 360 Grad – Rundumblick war sensationell 😍 Und zurück am Auto erspähte Kerstin eine Kookaburra sitzend auf einem Ast bei perfekten Hintergrund. Ich liebe diesen Vogel, steht er doch wie fast kein anderer Vogel für Australien und grüßt als Signal von jeder Australischen Ampel.

Durch gekämpft durch zig Kreisel, Noosa hat vor Jahren die Ampeln abgeschafft und Kreisel gebaut, würden wir empfangen von dem strahlenden Manager der Appartment anlage. Wow, was für ein positiver Mensch! Was für ein Strahen in seinem Gesicht! So sieht Lebensfreude aus! Das war wirklich ein herzliches Willkommen!

Am nächsten Tag ging es dann zur Hastingsstreet, die Promenade von Noosa, mit tollen Geschäften, netten Lokalen, einen tollem Strand und vielen interessanten Menschen…

Wir verbrachten fast den ganzen Tag dort, starteten mit einem mega leckerem Ben&Jerry’s Eis, die dort ihren perfektem Standort gefunden haben. Den Abend haben wir im Nationalpark ausklingen lassen und der Sonne beim Untergehen zu geschaut. Das sah schon seht schön aus, aber für ein gutes Bild fehlte noch das gewisse Extra. Das sollte dann noch in das Bild in Form einer kleinen Familie ins Bild kommen. KLICK! Und mit einem breiten Grinsen freute ich mich über das Bild.

Was für einen Start in den Tag!

Der Tag startete dann mit viel Adrenalin! Wir wollten die Gegend erkunden und später noch Freunde besuchen. Wir kamen an einen Kreisel und dort lag mitten drin ein Fahrradfahrer am Boden und ein paar Menschen standen hilflos um ihn herum. Er hatte einen schweren Unfall mit einem Auto gehabt. Und so wir der Helm aussah habe ich mit dem Schlimmsten gerechnet. Selbst jetzt, wo ich die Zeilen schreibe, bekomme ich noch Gänsehaut. Dank, der vielen “Einsatz”-Erfahrungen aus der Vergangenheit und der guten Ausbildung, jüngst als Betriebssanitäter, habe ich den Verunfallten gut betreut. Und nach und nach stellte sich heraus, dass er einen guten Schutzengel gehabt hat. Aus meiner Sicht keine Kopfverletzung (man, sind Helme wichtig!), keine Verletzung an der Wirbelsäule, keine Brüche! Bei der Übergabe an das Team vom Rettungswagen, wurde ich gefragt, ob ich Arzt sei 🙂 und auch der Radfahrer konnte sich mit einem Händeschütteln von mir verabschieden. Zum Glück!

Eumundi

Eumundi muss man einfach lieben. Zweimal in der Woche gibt es hier einen schönen und größen Markt mit den unterschiedlichsten Produkten, Live-Musik und gutem Essen. Man kann sich hier schön inspirieren lassen. Gerne nehmen wie fast schon traditionell Platz beim lokalen Buchladen mit Café. So lässt sie die Zeit gut verbringen. Bis zum Besuch von unseren Freunden, sind wir noch ein paar Touristdrives gefahren, haben die Natur bewundert und auch ein paar Fotos gemacht.

Zu Gast bei Freunden

Der Abend hätte dann nicht besser ausklingen können mit guten Gesprächen (als ob wir die beiden letzte Woche das letzte Mal gesehen hätten) und einem leckeren Abendessen bei einem kleinen Indischen Restaurant. Danke, dass war schön, sehr schön!

Bootfahren und den Tag geniessen

Den Sonntag haben wir wie die Lokals auf dem Wasser verbracht. Unser Fahrer fuhr uns als erstes nach Tewantin zum sonntäglichen Markt. Hier gilt: “Klein aber Fein”. Wie wir ankommen werden wir von Livemusik begrüßt, dazu einen leckeren Flatwhite ( Kaffee können die Australier! ) und es lässt sich gut in den Tag starten. Mit dem Boot ging es dann auch zum Japaner zum Sushi-Essen und danach ging es dann wieder zur Promenade, wo wie wieder bei Livemusik und Cocktail/Bier den Nachmittag und die Leute genossen haben. Unser Fahrer mit Boot war auch pünktlich um uns dann mit Sonnenuntergang nach Hause zu bringen. Die Tageskarte für die Fähre haben wir wirklich ausgenutzt…

Unsere letzte Aktivität war dann noch einmal von Oben auf Noosa zu schauen, es gibt da so einen tollen Lookout.

Das war wirklich eine fantastische Woche, aber ohne viele spektakuläre Bilder dafür mit vielen schönen Momenten für Geist und Gaumen!

Ein Klick auf das Bild zeigt es in groß an…